Sehenswürdigkeiten in Femsjö

 

Die Kirche und die Kirchgemeinde
Femsjö mit Umgebung ist von nationalem Interesse für die Naturpflege. Die Dorfanlage insgesamt, mit Schule, Kirche und den dazugehörigen Ställen, dem Pfarrhof und den übrigen Gebäuden, die inmitten einer gepflegten Kulturlandschaft liegt, ist von hohem Wert.

Die Kirche ist von alter Herkunft. Die Deckengemälde von 1749 sind gut bewahrt und zu den Inventarien gehören Gegenstände aus dem 16. Jh. und früher.

Die Schule wurde 1878 gebaut. Nach der Schliessung wurde sie behutsam renoviert ; in den Schulgebäuden gibt es jetzt eine "Naturschule" für Schulkinder von der Hylte-Gemeinde.

Die Sammlung des Heimatvereins
Der Heimatverein von Femsjö pflegt wichtige Teile des Kulturerbes. Es gibt eine Sammlung älterer Gegenstände aus der Umgebung. Er kümmert sich um den Unterhalt der Kirchställe und der Heimatvereinshütte "Haggården". Kontaktperson ist Krister Wahlström, Tel. 0345-120 97.

Fries-Gedenkstätte
Gleich neben dem Pfarrhof zu Femsjö liegt das kleine Museum "Friesminnet" im Angedenken an Elias Fries, das die Arbeit von Elias Fries dokumentiert. Ausserdem gibt es eine Sammlung von Gegenständen, die im Zusammenhang mit Elias Fries stehen.

Das Museum wurde 1978 eingeweiht und ist in einem kleinen Nebengebäude des Pfarrhofes untergebracht. Es hat zur Aufgabe, das Andenken an Elias Fries zu bewahren und zu ehren, der am 15. August 1794 in dem alten Pfarrhof geboren wurde.

Das alte Pfarrhaus wurde 1854 abgerissen. Es lag auf dem Platz, auf dem jetzt die grosse Esche steht. Die schöne Esche, die gegenüber des "Friesminnet" steht, wurde in den 1860er Jahren gepflanzt. Der Gedenkstein an der Esche wurde 1932 aufgestellt. Auf dem Stein werden die Namen von 4 "Friesen" angegeben, die auf verschiedene Weise in Verbindung zu der Gegend standen. In "Friesminnet" gibt es ein Zimmer mit Gegenständen und Information über Elias Fries, ein weiteres Zimmer mit der "Bibliothek des Lars Magnus Lavin". Im dritten Zimmer gibt es Gegenstände, die zur gegend gehörten, u. a. eine "bonadsmålning" (Typ von Bauernmalerei) von Per Svensson in Duvhult (1787-1862)

Das Museum ist im Juni und August geöffnet an Sonntagen von 14 bis 17 Uhr. Führungen zu anderen Zeiten können vereinbart werden, Kontaktpersonen sind: Sören Bjärnborg, Tel. 0371-63049 oder Bo Tengnäs, Tel. 0345-12072.

Gula spåret - der gelbe Pfad
Im Anschluss ans Dorf gibt es einen 3.5 km langen Wanderweg durch schöne Natur. Dieser Wanderweg führt durch ein Reservat, für das die Kirche Hoheit und Schutz übernommen hat. Vom Dullaberg hat man eine hinreissende Aussicht über die Färgenseen.

Die Seen
Das Gebiet um Femsjö ist sehr seenreich. Femmen, Sättsee und Håknasee sind flache und ziemlich nahrungreiche Seen mit einem reichen Vogelleben. Den grössten Teil des Seensystems wird von den 3 Färgenseen gebildet. Bei Ibro am Mellanfärgensee gibt es einen schönen Badeplatz. Der Umfang des Stora Frillen wurde durch eine Senkung um 1880 herum auf die Hälfte verkleinert, dessen Umgebung hat jetzt ein ganz besonderes Naturmilieu mit Halbinseln und Inseln zwischen See und Sümpfen aufzuweisen Lilla Frillen ist ein Quellensee; das klare Wasser wurde schon von Elias Fries erwähnt. Heutzutage geniessen die Bewohner von Femsjö das klare, reine Wasser.

Für den Angelsportinteressierten bieten sich gute Möglichkeiten. Angelerlaubnis kann käuflich erworben werden für die meisten grösseren Gewässer, und an einigen Stellen gibt es Bootsverleih.

Vorgeschichtliche Stätten
Für den, der sich für vergangene Zeiten interessiert, gibt es mehrere vorgeschichtliche Stätten, die einen Besuch Wert sind. Die Quelle von St. Sigfrid, 2 km von Femsjö nahe am Weg nach Bygget und Halmstad gelegen, ist eine sagenumsponnene Aushöhlung im Felsen, geformt wie ein gleichschenkliges Dreieck. In mehrern Dörfern der Kommune Femsjö gibt es ein Grabtyp aus der älteren Steinzeit (Auf Schwedisch "treudd -ar"). 300 m östlich der Kirche in der Nähe des Bösseberges gibt es so ein treudd-Grab. Folgt man dem Gelben Pfad, so findet man die Stelle.

Geologie
Die Geologie um Femsjö herum ist interessant! Das Gebiet liegt über dem höchsten Meeresniveau, aber während derAbschmelzung des Inlandeises war das Ausbreitungsgebiet der Färgenseen viel grösser als heute. Deltabildungen wie z. B. bei Hallaböke sind Zeugen dieser Zeit. Das Gebiet um Femsjö herum ist reich an "dödisgroppar", "rullstensåsar", Endmoränen und anderen Spuren der Eiszeit.

Botanisiere!
Während der vergangenen 200 Jahre wurde die Flora ausführlich dokumentiert, so dass es reichhaltige wissenschaftliche Unterlagen gibt für vergleichende Studien. Der Arbeitseinsatz von Elias Fries auf dem Gebiet der Mykologie ist von herausragender Bedeutung, viele Pilzarten wurden wissenschaftlich beschrieben.

Die Tagebücher von Elias Fries gibt es als Kopie im "Friesminnet" und können für Amateurbotaniker als Unterlage dienen, wenn man in seinen Fussspuren wandern will. Es gibt viele Beispiele, an denen man die Veränderung der Flora verfolgen kann. Auch die Untersuchungen von Semir Maslos aus dem Jahre 2000 beleuchten die Veränderung der Flora. Weitere Information über die Natur der Umgebung ist zu finden in "Växter och djur i Hylte kommun" ("Pflanzen und Tiere in Hylte Kommune")

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Die Kirsche