Die Geschichte Femsjös


 

Auf den einfach zu bearbeitenden und gut dränierten Feldern um Femsjö herum wurde früh Ackerbau betrieben, und geologische Funde zeigen, dass es lange vor Christi Geburt Menschen in diesem Gebiet gab. Die Kirche ist sehr alt. Das Taufbecken aus Stein ist wahrscheinlich im 14. Jh. angefertigt worden. Die Lage nahe der (damals) schwedisch-dänischen Grenze führte zu einem zeitweilig turbulentem Dasein. Femsjö wurde schwer heimgesucht während des Nordischen Siebenjährigen Krieges 1563-1570, und ebenfalls im 17. Jh. Ohne Widerstand von Seiten der schwedischen Kriegsmacht konnten die dänischen Heerscharen zeitweise ungestört ihr Unwesen treiben. Die Kirche in Femsjö wurde durch Feuer zerstört, sowohl während des Nordischen Siebenjährigen Krieges als auch im Jahre 1644. In diesen Zeiten verödete die Gemeinde. Pfarrer Hans wurde von den Dänen wegeführt, und es wurde notiert, "dass es ihn nicht mehr gab".

Als Halland schwedisch wurde, kam der Frieden nach Femsjö zurück. Die Bevölkerung nahm wieder zu, 1749 wohnten 370 Personen in der Gemeinde. Der Bevölkerungszuwachs war auffallend gross und erreichte 1886 mit 906 Personen einen Höhepunkt . Danach nahm die Bevölkerung wieder ab. Viele wanderten nach Amerika aus, später auch in andere Länder; z. Zt. wohnen in Femsö 250 Personen, damit ist die Bevölkerung auf demselben Niveau wie im 17. Jh..

Wollen wir uns das Milieu zu Elias Fries Zeit vorstellen, so müssen wir unsere Phantasie walten lassen. Keine geraden Strassen, keine Tannenwälder! Stattdessen müssen wir uns lichte und helle Wälder aus Fichte, Eiche und Buche vorstellen, vermischt mit schönen baumbestandenen Wiesen und Weiden. Der Ackeranbau reichte nur knapp für die Versorgung, es gab Hungersjahre bis weit in das 19. Jh. hinein. Die Geräte waren zur Hauptsache aus Holz angefertigt, seltener aus Eisen , das aus den Sumpfgebieten der Färgensjöarna (Färgenseen) oder dem Yabergssjön gewonnen wurde.

Elias Fries machte umfassende Bestandsaufnahmen über die Flora in Femsjö 1809-10. Klicken Sie hier für weitere Angaben über die Entwicklung der Flora von 1809-2000.

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