Die Flora, damals und heute

 

 

Der junge Elias Fries wanderte viel in den Dörfern um Femsjö herum. Er botanisierte und machte Notizen, und 1810 hatte der erst 16-jährige Jüngling genügend Material, um eine kleine Schrift über die Flora in Femsjö zusammenzustellen.

Elias Fries hatte 612 wilde und 59 angebaute Arten festgestellt. 482 von denen waren Gefäßpflanzen. Mehrere Botaniker sind in Elias Friesens Fußspuren in Femsjö gegangen. Sein Sohn Thore Fries leitete einen Artikel, 1862 publiziert in den "Botanischen Notizen", mit folgenden Worten ein: kein Platz der Erde ist in botanischer Hinsicht so sorgfältig untersucht worden wie die Gemeinde Femsjö in Småland. " Selbst wenn dieses jetzt nicht mehr gilt, gibt es gute Unterlagen, um zu vergleichen, wie sich die Flora in Femsjö in den vergangenen 200 Jahren verändert hat.

Im Auftrag der Agenda 21 der Gemeinde in Hylte unternahm der tüchtige Amateurbotaniker Semir Maslo im Sommer 2000 eine neue Bestand aufnahme in Femsjö. Elias Fries Aufzeichnungen von 1810 wurden verglichen mit sowohl späteren Bestand aufnahmen als auch den jetzigen Untersuchungen. Von den 482 Arten der Gefäßpflanzen konnten nach 190 Jahren 74 Arten nicht wiedergefunden werden. Dagegen wurden 143 Arten gefunden, die Elias Fries nicht aufgezeichnet hatte.

Eine Auswahl bekannter Arten, die Elias Fries nicht aufführte, sind (Auf Schwedisch: nysört, tusensköna, skelört, tibast, fingerborgsblomma, rödfibbla, åkervädd, gårdsskräppa, hästhov und kungsljus). Viele dieser Arten sind eingeführt und aus Gärten verwildert. Andere Arten sind durch Milieuveränderungen in den vergangenen Jahren begünstigt worden.

Unter den 74 Arten, die nicht mehr aufzufinden oder zumindest ungewöhnlich geworden sind, gibt es mehrere Arten, die nicht nur in Femsjö selten geworden sind, sondern in großen Teilen Schwedens. Teile dieser Arten verschwanden mit der veränderten Anbaukultur. Andere Arten verschwanden zusammen mit Unkrautvertilgungsmitteln im Saatgut. Auch die Veränderungen in der Handhabe von Misthaufen, Kiesgruben, Grundstücken und Wegkanten trugen zum Verschwinden von Arten bei.

Zu den verschwundenen Arten gehört dårrepe, die übrigens in ganz Schweden verschwunden ist, gatmålla, eine stark gefährdete Art, Klätt, renkavle und råglosta, die alle gefährdete Arten sind.

Renkavle - Alopecurus myosuroides Huds.
(Foto från Naturhistoriska Riksmuseet)

Råglosta - Bromus secalinus L.
(Foto från Naturhistoriska Riksmuseet)